Cranio-Sacrale Behandlung am Pferd

Indikationen, Ablauf, Wirkung.

Was Cranio beim Pferd leisten kann, und wie eine Behandlung in Ihrem Stall ablaufen wird.

Wann Cranio-Sacrale Therapie beim Pferd sinnvoll ist

  • Chronische Verspannungen im gesamten Wirbel- und Bewegungsapparat
  • Reizzustände im Muskel- und Organbereich
  • Tiefliegende Gewebestörungen, die mit anderen Methoden nicht erreicht werden
  • Eingefahrene Bewegungsmuster und Schonhaltungen nach Verletzungen oder Überlastung
  • Begleitung nach Sehnenverletzungen in der Reha und beim Wiederaufbau
  • Vegetative Themen: Pferde, die nicht zur Ruhe kommen, ängstlich sind, übersensibel reagieren
  • Organische Belastungen: z.B. wiederkehrende Reizzustände im Darmbereich im Zusammenhang mit starken LWS-Verspannungen
  • Nach belastenden Erfahrungen: Transport, Klinikaufenthalt, Trauma
  • Begleitung bei chronischen Erkrankungen als unterstützende Therapie

Wie eine Behandlung abläuft

1. Vorgespräch

Bevor ich zu Ihrem Pferd komme, sprechen wir am Telefon. Sie erzählen mir, was los ist: aktuelle Beschwerden, Vorgeschichte, was schon untersucht wurde, was schon versucht wurde. Wenn vorhanden, schaue ich mir Tierarztberichte gerne vorher an.

2. Beobachtung

Im Stall angekommen, schaue ich mir Ihr Pferd zuerst an. In Ruhe, in der Box oder im Paddock, da wo es sich gerade am wohlsten fühlt. Manchmal lasse ich es kurz vorführen, um den Bewegungsablauf zu sehen. Was ich da wahrnehme, sage ich Ihnen.

3. Behandlung

Die eigentliche Behandlung findet stehend statt, entweder in der Box, im Paddock, oder auf der Wiese, dort wo Ihr Pferd sich wohl fühlt. Es ist dabei frei und nicht angebunden. Sie sind dabei. Ich arbeite mit feinen Berührungen, was meist sehr beruhigend, entspannend, ausgleichend wirkt, weil nichts am Körper manipuliert wird, was der Pferdekörper gerade nicht leisten kann.

Pferde zeigen schnell, was sie loslassen wollen: gähnen, kauen, seufzen, manchmal kurzes Zittern. Eine Behandlung dauert in der Regel 60 Minuten.

Das Tempo oder eine kleine Pause während der Behandlung gibt Ihr Pferd vor, nicht ich.

4. Nachbesprechung

Nach der Behandlung besprechen wir, was ich wahrgenommen habe, worauf Sie in den nächsten Tagen achten sollten und wann ein Folgetermin sinnvoll wäre. Ich gebe Ihnen gerne einfache Übungen mit, die Sie selbst anwenden können.

Was meist sehr beruhigend, entspannend, ausgleichend wirkt, weil nichts am Körper manipuliert wird, was der Pferdekörper gerade nicht leisten kann.

Was Cranio nicht ist

Cranio ersetzt keine tierärztliche Diagnostik. Bei akuten Lahmheiten, Verletzungen oder unklaren Beschwerden ist der Tierarzt der erste Ansprechpartner. Cranio ist die Ergänzung dazu: in der Reha, in der Begleitung, in der Feinarbeit.

Ich arbeite gerne mit Tierärzten, Osteopathen und Trainern zusammen, wenn das für Ihr Pferd hilfreich ist.

Tipps für Pferdemenschen

Was zwischen meinen Besuchen passiert, ist mindestens so wichtig wie die Behandlung selbst. Gerne zeige ich Ihnen bei einem Termin einfache Techniken, die Sie selbst anwenden können:

  • Klopfmassage: bei Verspannungen sofort hilfreich, einfach zu lernen
  • Wahrnehmungsübungen: wie du Veränderungen am Pferd früher erkennst
  • Bodenarbeit-Impulse: wie du gelöste Muster im gemeinsamen Laufen stabilisieren kannst
  • Atembegleitung: wie du dein Pferd in stressigen Momenten zentrierst

Diese Tipps gebe ich gerne weiter, ohne Schulung-Zwang, ohne lange Buchungen. Sie sollen einfach helfen.

Auf einen Blick

Dauer: 60 Minuten

Pferd: frei, in einem Paddock, auf der Wiese

Wirkung: oft mehrere Tage

Frequenz: nach Bedarf

Soll ich mir Ihr Pferd anschauen?

Ein Anruf, eine kurze Beschreibung. Wir schauen, ob und wann ich vorbeikommen kann.